Retterview

Gedanken, Wissen und Spaß aus dem Pflasterlaster

Puls & SpO₂ - Einer von beiden lügt gerne mal

Veröffentlicht am 24.03.2026 / 18:00

Anmerkungen

Warum tasten wir im Rettungsdienst als Erstes oft den Puls? Was sagt ein kräftiger oder fadenförmiger Puls wirklich aus? Und warum kann die Sauerstoffsättigung auf dem Monitor gut aussehen, obwohl ein Patient trotzdem kritisch krank ist?

Ausgehend von einer Hörerfrage von Raffa aus Berlin geht es in dieser Folge um zwei Vitalwerte, die wir ständig erheben und trotzdem oft zu oberflächlich betrachten: Puls und SpO₂.

Wir sprechen darüber, was der Puls physiologisch überhaupt ist, warum sich tastbarer Puls und Herzfrequenz im EKG unterscheiden können, welche Informationen uns der Puls radialis in Sekunden liefert und wann ein Puls wirklich lebensgefährlich wird. Außerdem geht es um Palpation, wichtige Pulspunkte am Körper, typische Befunde wie kräftig, schwach, fadenförmig, rhythmisch oder arrhythmisch und darum, warum der tastbare Puls manchmal ehrlicher ist als der Monitor.

Im zweiten Teil schauen wir uns die Pulsoxymetrie genauer an: Wie funktioniert ein Pulsoxymeter überhaupt? Was sagen Pleth-Kurve und Perfusionsindex aus? Welche Grenzen hat die SpO₂-Messung? Warum kann sie bei einer CO-Vergiftung trügerisch normal sein? Und was macht man eigentlich bei lackierten Fingernägeln?

Dazu schauen wir auch auf typische Hausmedikamente wie Betablocker, Calciumkanalblocker, Digoxin, Salbutamol oder Langzeitsauerstoff und erklären, was sie im Körper bewirken und warum man sie bei der Interpretation von Vitalwerten unbedingt mitdenken muss. Ergänzt wird das Ganze durch die Medikamente und Maßnahmen aus dem Rettungsdienst, die Puls, Kreislauf und Oxygenierung direkt beeinflussen.

Eine Folge für Einsteiger, Azubis, Rettungsdienstpersonal und alle, die Vitalwerte nicht nur messen, sondern wirklich verstehen wollen.